Freitag, 20.06.2014

Abenteuer pur - Zentral Amerika

Schon bei der Landung war ich fasziniert. Den Ausblick, den man dabei aus dem Flugzeug hatte, war anders als sonst. Überall, soweit das Auge reichte, sah man Wald. Als wir den Baumkronen immer näher kamen dachte ich schon fast panisch: WANN KOMMT ENDLICH DIE LANDEBAHN??! In Mexiko blieb ich leider nicht lange - aus mangelnder Zeit. Ich schaute mir die Mayaruine Chichen Itza an, eine Tequilaverkostung durfte natürlich auch nicht fehlen, war in Cancun und Playa del Carmen und verkrümelte mich dann auch schon mit dem Nachtbus nach Belize City. Belize ist ein kleines unbekanntes Land zwischen Mexiko und Guatemala an der Atlantikküste. Ich hatte von einer Insel gehört, die unter Reisenden sehr beliebt sein soll: Caye Caulker. Dorthin bretterte man im Wassertaxi über türkisblaues Wasser. Am einen Ende der Insel gab es den Treffpunkt "The Split" (die Spaltung). Den Namen gebührt dieser Ort einem Hurricane, der die Insel vor einigen Jahrzehnten entzweite. Ich hatte die Bekanntschaft mit 3 Schotten gemacht, an sich eine witzge Truppe. Wir hatten uns ein Hostel ausgesucht, welches aussah wie die Villa  Kunterbunt von Pippi Langstrumpf. Ich bekam ein Einzelzimmer (gewollt, denn Privatsphäre tut nach einer langen Zeit in Mehrbettzimmern wirklich gut) direkt unter dem Dach. Eine Matraze drin, rechts den Ausblick über die bunten Dächer Caye Caulkers und links der Ausblick über das Meer. Eine Hängematte durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich wusste mein Glück erst zu schätzen, als ein paar Leute auf mich zukamen und mir sagten, dass ich von dort oben den schönsten Platz zum Sonnenuntergang beobachten hätte (was sich auch bewahrheitete). Neben dem unter freiem Himmel auf einer Matzraze am Strand schlafen auf Nanuku (Fiji) war das definitiv der coolste Schlafplatz den ich je hatte. Die Insel ist bekannt für ihre schönen Schnorchel und Tauchspots was ich natürlich gleich austestete. Ich bekam ein altes Korallenriff, wo Stachelrochen und Haie ihr zu Hause haben, zu Gesicht. 

Playa Del Carmen Playa Del Carmen Playa Del Carmen Tequilaverkostung Chichen Itza Chichen Itza Blick von meinem Zimmer, Caye Caulker Blick von meinem Zimmer, Caye Caulker mein Zimmer, Caye Caulker Villa Kunterbunt, Caye Caulker Sonnenuntergang von meinem Zimmer aus, Caye Caulker bunte Häuschen von Caye Caulker Rochen, Caye Caulker

Unsere nächste Route führte uns nach San Ignacio, einer kleinen Grenzstadt zu Guatemala. Unser Transportmittel war diesmal der Chickenbus. Niemand kann sich so recht erklären, warum dieser so genannt wird. Tatsache jedoch ist, dass diese Busse alte Schulbusse aus Nordamerika sind und nun als öffentliches Transportmittel genutzt werden. Mit ihnen kommt man für wenig Geld sehr weit, ist aber vielleicht nicht immer die sicherste Reisemethode, weil er nur von den Einheimischen genutzt wird. Die Busse sind rappel voll, entsprechen keinen Sicherheitstandarts (die es dort wahrscheinlich sowieso nicht gibt) und man bemerkt nicht, wenn man beklaut wird, weil die Diebe dort Profis sind. Ich jedenfalls wurde in Zentralamerika verschont, wartete aber bis zum letzten Moment darauf, dass es passiert. In San Ignacio erwies sich die Hotelsuche als nicht so einfach. Am späten Abend fanden wir aber doch noch ein Hotel, wo wir sogar eine kleine Küche mit dabei hatten. Wir dachten wir könnten etwas Geld einsparen und uns Frühstück einfach selbst machen und besorgten uns Eier und Haferflocken. Das Frühstück am nächsten Morgen war sehr lecker. Nur als ich dann in der Haferflockenbox kleine ameisenartige Tierchen entdeckte waren wir alles andere als erfreut.

Da die Organisationen, die eine geführte Tour nach Tikal (sehr bekannte Mayastätte in Guatemala) anboten, uns mit 125 US$ zu teuer waren, zogen wir selbst los. Die ganze Reise dort hin erwies sich alles andere als einfach. Man weis nie, wem man trauen kann. Als wir die Grenze von Guatemala erreicht hatten wurde Michael, einer der 3 Schotten, von einem Taxifahrer angesprochen. Er bot ihm an uns für einen sehr günstigen Preis nach Tikal zu fahren und uns von dort auch wieder abzuholen. Die Jungs fanden das Angebot ganz attraktiv, waren aber etwas zu naiv und dachten nicht weiter darüber nach. Ich wollte nicht in das Taxi (was kein Taxi war sondern einfach nur ein schwarzer Privatwagen mit getönten Scheiben) und erklärte ihnen dann, dass die ganzen Gauner ja geradezu auf dumme Touristen an den Grenzen warten, um sie auszurauben oder zu verschleppen. Wir lehnten also höflich ab, der "Taxifahrer" war aber so hartnäckig und folgte uns noch eine weitere Stunde, offerierte uns immer niedrigere Preise. Das bestätigte nur meine Annahme, dass er etwas anderes im Sinne hatte. Wir fuhren mit verschiedenen Minivans Richtung Tikal und waren letztenendes mehrere Stunden unterwegs, bis wir dort ankamen. Die Bemühungen hatten sich aber gelohnt. Die Mayaruinen lagen mitten im Dschungel. Man konnte sogar auf einige Ruinen klettern und hatte dann einen atemberaubenden Ausblick über den weiten Regenwald und die zwischendrin emporragenden Spitzen der Ruinen. 

Riesenameisen, Tikal, Guatemala Tikal Eichhörnchen in Tikal TIkal Tikal Tikal

Zu unserem nächsten Ziel im Süden von Belize wollten wir auch wieder mit dem Chickenbus gelangen. Wir wollten in der Hauptstadt Belmopan umsteigen, was sich jedoch erübrigte, weil uns falsche Busfahrzeiten gesagt wurden und wir so den Bus verpasst hatten. Uns blieb die Möglichkeit in einem Guesthouse einer chinesichen Familie für eine Nacht unterzukommen, bis am nächsten Morgen der Bus fährt, oder aber mit anderen Mitteln irgendwie an dem Abend noch zur XCACAO Farm zu kommen. Das mit dem Guesthouse fiel weg, weil man sich dort hätte alles holen können und eine Gefängniszelle womöglich besser ausgestattet gewesen wäre als diese türlosen, verschimmelten Zimmer. An diesem Abend hatte ich meine längste und womöglich beängstigenste Taxifahrt. Wir fuhren 5 Stunden in der Dunkelheit, wir hatten keine Ahnung wo wir waren, rechts und links von der Strecke war nur Dschungel zu sehen und es regnete und gewitterte wie wild. Plötzlich wurde der Wagen immer langsamer bis der Fahrer meinte: "Ich will euch mal was zeigen." Ehm, nein, ich will nichts sehen und ok, wie machen wir das am Besten wenn er jetzt eine Waffe zückt und Kumpanen von ihm bereit stehen? Ganz so schlimm kam es dann doch nicht: Er wollte uns eine Magic-Road zeigen. Eine Strasse, wo es so aussieht als würde man bergauf fahren ohne dass man Gas gibt. Er machte also den Motor aus und das Auto rollte tatsächlich die Strasse hoch. Mitten in der Nacht erreichten wir nach langer Autofahrt auf holprigen Strassen die XCACAO Schokoladenfarm, wo uns zum Glück von den Besitzern geöffnet wurde. Am nächsten Tag durften wir dann unsere eigene belizianische Mayaschokolade herstellen. Garnicht so einfach, denn zuerst muss man die Kakaobohnen trocknen, von ihrer Schale befreien, kleinhacken und dann mit einer bestimmten Steinvorrichtung mahlen. Schmecken tut diese Schokolade vollkommen anders, als unsere Lindt oder Rittersport, aber gut! :) Vor Allem wenn man weis, was für Arbeit dahinter steckt. Zum Mittagessen gab es Hühnchen und Schwein, Gemüse und dazu selbstverständlich Schokoladensoße, alles von der eigenen Farm. Das war wirklich eine tolle Erfahrung. 

die Farm XCACAO XCACAO Village in der XCACAO ist Kakaobohnen verschiedene Schokoladensorten Schokoladenherstellung Ortseingang zur Village

 Belize ließen wir hinter uns und reisten nach Livingston in Guatemala. Dazu überquerten wir die Grenze mit einem kleinen Boot. Bevor es losging kam überraschend Polizei mit Spürhunden vorbei. Ausser uns auf dem Motorboot waren ein paar Einheimische. Die Spürhunde suchten alles ab, fanden aber nichts und die Polizisten zogen wieder ab. Kaum waren sie ausser Sichtweite zauberte der Eine ein Päckchen mit Drogen aus einer Mauerlücke und machte sich über die dummen Polizisten lustig. Das war nochmal gut gegangen, nur wenn sie es gefunden hätten wären auch wir dran gewesen.

Unser Hostel befand sich auf einer kleinen Insel auf dem Rio Dulce. Dort verbachten wir ein paar Tage zum durchschnaufen. Neben zahllosen Hängematten, die zum Ausruhen einluden, gab es ein Seil mit dem man in den Fluss schwingen konnte. Ein paar Tage später ging es dann weiter flussaufwärts nach Rio Dulce. Wir wollten am Abend Semuc Champey erreichen und hatten somit eine lange Minivanfahrt vor uns. Wir fuhren durch schöne Landschaften über unbefestigte Strassen und hatten eine Gebirgsketten vor uns, die überquert werden musste. Langsam wurde es schon dunkel, die Straßen waren aus Staub und Geröll was seitlich immer von den Steinwänden abbröckelte. Teilweise lagen auch große Steinbrocken auf dem Weg. Wir mussten dazu auch so langsam fahren, dass Banditos uns ohne Mühe hätten anhalten und überfallen können. Beängstigend wurde es zudem dadurch, dass wir bei Dunkelheit auf so einer unbefestigten, holprigen Strasse so nah am Abgrund fuhren. Wenn der Fahrer einen kleinen Schlenker gemacht hätte wären wir mehrere hundert Meter abgestürtzt. Diese abenteuerliche Fahrt werde ich nicht vergessen.

In Semuc Champey machten wir einen wirklich aufregenden Ausflug. Die Strassen waren ziemlich matschig und ein Transporter schaffte es nicht, weil die unbefestigten Straßen sehr hügelig waren. Also mussten sich alle 25 Leute auf die Ladefläche von nur einem Transporter quetschen. Wir machten eine Tour durch eine Höhle, jeder bekam eine Kerze und musste so teils durchs Wasser schwimmend versuchen, dass das Licht anbleibt. In der Höhle drin konnte man auch von einem Vorsprung in einen Abschnitt springen, wo das Wasser etwas tiefer war. Zum Glück hab ich nicht groß darüber nachgedacht, was da alles in der Höhle sein könnte. Zertifiziert und legal war das Ganze bestimmt auch nicht. Aber dafür umso aufregender. Danach konnte man mit einer Riesenschaukel in den nahe gelegenen Fluss schwingen, im Anschluss daran von einer 15 Meter hohen alten Brücke runter springen, ebenfalls in den Fluss. Weiter ging es dann durch den Regenwald zu den Champagnerpools. Das ist ein Abschnitt in einem Fluss wo stufenartig türkisgrüne natürliche Wasserpools aufeinander folgen. Da kann man dann auf abgetragenem Stein von Pool zu Pool rutschen, ein heiden Spaß :D Das war mal wieder einer dieser aufregenden, abenteuerlichen Tage, die Zentralamerika perfekt beschreiben.

Auf dem Weg nach Semuc Champey Fahrt nach Semuc Champey Brücke von der man springen konnte Tagesausflug-auf dem Weg zur Höhle Spinne auf der Toilette Champagnerpools Neben Kaugummi in einer Tankstelle: eine kleine Apotheke

Weiter ging es nach Antigua, einer kleinen Stadt im Kolonialstil, die von 3 Vulkanen umgeben ist. Dort sollte meine geführte Tour losgehen. Wir waren eine Gruppe von 16 Leuten und ich war erst garnicht davon angetan, weil ich gerne weiter alleine herumgereist wäre. Aber ich hatte es ja gebucht gehabt und ich hätte zu viel Geld verloren, wenn ich es gecancelt hätte. Erster Stop war Copan in Honduras, wo es wieder Mayaruinen zu besichtigen gab. Am Abend fuhren wir auf einen Berg wo man einen tollen Ausblick hatte und den Sonnenuntergang ganz toll bewundern konnte. Um dorthinzukommen nahmen wir alle Tuktuks die unterwegs Rennen untereinander veranstalteten :D

Antigua Antigua Willkommen in Honduras! Copan die Tuktuk Gang Sonennuntergang mit einem Cocktail in der Hand Papagei bei den Mayaruinen Copan Copan

Als nächstes gingen wir auf die Insel Roatan. Wunderschöne Insel um sich ein paar Tage auszuruhen, schnorcheln zu gehen und am Abend zu einem Cocktail direkt am Strand den Sonnenuntergang anzuschaun. In meiner Gruppe sind zwei Isländer, ganz verrückt was die für Sachen von ihrem Land berichten. Die haben dort sowas wie Gewitter nicht, weil dort eben keine Kaltfronten auf Warmfronten trffen. Sie haben im Winter nur Dunkelheit den ganzen Tag, die Nordlichter sind dort für sie Alltag und im Sommer ist es 24 Stunden nur hell. In Island leben auch nur 300.000 Menschen und es gibt Gebiete die wegen Elfen geschützt werden. Klingt wirklich interessant :D

Aus Honduras hatte ich 9 Postkarten geschrieben, Problem nur, dass die Menschen dort irgendwie die Post nicht so nutzen und es deshalb auch keine Briefkästen gibt. Um etwas zu verschicken muss man zu einer Poststelle, die es allerdings auch nur in der Hauptstadt gibt (den Einheimischen nach) :D Also hatte ich 9 Postkarten mit Briefmarke drauf, abschickbereit, hatte nur keine Möglichkeit, sie zu versenden :D

Roatan Seestern Delfine!

In Leon, Nicaragua, konnte man die größte Kathedrale in ganz Zentralamerika besuchen. Die Stadt Leon erinnerte mich auch etwas an Antigua, weil eben alles so im Kolonialstil gebaut ist. Als wir in einer Apotheke waren stand plötzlich ein Hund hinter der Theke und hatte seine Vorderpfoten auf die Glasvitrine mit den Medikamenten gelegt. :D Unglaublich, ein Hund in der Apotheke! Unvorstellbar in Deutschland! :D Die Reise ging weiter nach Granada, einer wunderschönen Stadt direkt an dem Binnensee Largo Nicaragua mit einer wunderschönen Kathedrale. Was ganz Besonderes war eine Wanderung an einem alten Vulkankrater. Der Vulkan Masaya ist seit geraumer Zeit wieder aktiv. Normalerweise kann man, wenn es dunkel ist, die Lava sehen. Nur heute war anscheinend ein schlechter Tag. Zu viel Rauch. Eine Wanderung mit Helm und Tschenlampe durch einen der Lavatunnel war auch drin. Wenn man die Taschenlampe ausknipste flogen hunderte von Fledermäusen aus der Höhlenöffnung heraus, ganz nah an einem vorbei, das war wirklich faszinierend.

  Markt in Granada Granada Granada Vulkan Masaya Vulkan Masaya Vulkan Masaya Granada Granada größte Kathedrale Zentralamerikas, Leon, Nicaragua größte Kathedrale Zentralamerikas, Leon, Nicaragua

Von Granada aus nahmen wir eine "Fähre". Diese war mehr ein Holzbötchen als ein Schiff, die uns auf die Insel Ometepe bringen sollte. Es waren viel zu viele Menschen dort, die dieses Boot nehmen wollten, deshalb war es total überfüllt. Es lag schon tief im Wasser, dazu war relativ rauer Seegang und ich hatte mir einen ganz ungeschickten Sitzplatz ausgesucht. Ausgesucht ist nicht das richtige Wort, wir hatten keine Wahl. :D Die Holztüren waren irgendwie nicht abgedichtet und durch die Schlitze kam immer Wasser rein, sodass wir dann im Wasser standen. Jedes Mal wenn eine Wellen kam ging die ganz über uns drüber :D Auch hier dachte ich: früher oder später kentern wir. Auf der Insel lebten wir in kleinen Hütten bei Einheimischen. Wir machten in der Gruppe eine 42km Mountainbiketour um den Vulkan Conception. Eigentlich ein Klacks. Nur war die Strecke so hügelig, dazu war es sehr heiß, wir verfuhren uns und kamen auf eine unbefestigte Straße aus Geröll und das Wasser ging uns aus. Am Abend kamen wir entkräftet und verdreckt an unseren Hütten an. Ich dachte schon die letzten Tage immer was ich denn im Nacken hab und am nächsten Morgen entdeckte ich dann einen Spinnenbiss, wie sich später herausstellte. Ich war natürlich etwas geschockt weil man scon alle möglichen Horrorgeschichten gehört hatte :o Die Einheimischen klatschten mir dann irgendein Öl drauf, welches den Juckreiz und die Entzündung etwas lindern sollte.

  Isla Ometepe Isla Ometepe, Haus der Gastfamilie Mountainbiketour Isla Ometepe Mistkäfer :) Isla Ometepe geheimer Badetreffpunkt geheimer Badetreffpunkt

In Monteverde, Costa Rica, machte ich Ziplining. Darauf hatte ich mich schon lange gefreut. Man wird an einem Gurt gesichert und "fliegt" dann über den Regenwald, echt verrückt. Zum Abschluss gab es dann den Tarzanswing, wo man von einer Plattform runtersprang und wie Tarzan durch den Dschungel schwang :D 

Willkommen in Costa Rica Bootsfahrt nach Arenal geheimer Badetreffpunkt geheimer Badetreffpunkt Ziplining Dschungel Tarzan Swing! Costa Ricanisches Geld! schön bunt mit Tieren drauf!

Bevor es in die Hauptstadt San Jose ging machten wir noch einen Stop am Vulkan Arenal. Dieser war bis 2010 noch aktiv und spuckte Lava. Leider war es zu verregnet und die Wanderwege zu unsicher, sonst hätte man einiges über den Vulkan und seiner Erruptionen erfahren können. In der Hauptstadt endete die Tour dann auch schon. Ich hatte mich kurzfristig dazu entschieden, meinen Flug wieder zu ändern, eine Woche noch selbst in Panama herumzureisen und dann erst nach Hause zu fliegen. Als ich nach Panama Stadt kam war ich erst einmal geschockt. Ich hatte schon ein paar Wochen keine große Stadt gesehen mit Hochhäusern und Autos und Lärm. Diese Stadt ist die einzige fortgeschrittene moderne Großstadt, die sich von den Anderen in Zentralamerika abhebt und einen vergessen lässt, dass man in Mittelamerika ist. Die Stadt ist sehr wohlhabend durch den imposanten Panamakanal. Er ist um die 80 km lang und die Vorstellung, dass die Menschen einfach eine Wasserstraße durch ein ganzes Land gemacht haben, ist einfach verrückt. Neben den ganzen beeindruckenden Hochhäusern gibt es in Panama Stadt auch die Altstadt casco viejo die UNESCO Weltkulturerbe ist. Dort hat es mir sehr gut gefallen, das war der totale Kontrast zu dem modernen Teil der Stadt. Heute hab ich mir in einer kleinen Bar das Eröffnungsspiel der WM angeschaut, mal was ganz Anderes das in einem anderen Land zu sehn :)

der Panamakanal Panama Stadt Panama Skyline Panama Skyline Natur Pur im Nationalpark Metropolitano nur 5 Autominuten entfernt von der Stadt Nationalpark Metropolitano - wilde Affen Panama Stadt Panama Stadt Casco Viejo Casco Viejo Casco Viejo Casco Viejo Casco Viejo Casco Viejo und im Hintergrund die Hochhäuser der Stadt Panama Stadt Skyline

Bevor es wieder zurück in die Haupstadt Costa Ricas und von dort aus nach Hause ging entschied ich mich für die letzten Tage auf die Insel Bocas del Toro zu gehen um ein letztes Mal Sonne zu tanken. Dort schnallte ich mir noch einmal Schnorchelausrüstung um und ich hatte nie zuvor ein so tolles Korallenriff mit so vielen verschiedenen Farben und Fischen gesehen. Ich hätte dort stundenlang schnorcheln können. Auf einer einsamen Insel verbrachte ich einen schönen letzten Tag.

Bocas del Toro in den frühen Morgenstunden Bocas del Toro Red Frog Beach, Bocas del Toro Bocas del Toro Red Frog Bocas del Toro Bocas del Toro Bocas del Toro Pelikan Bocas del Toro Bocas del Toro Faultier

Jetzt sitze ich schon am Flughafen von San Jose und warte auf meinen letzten Flug, der mich nach Hause bringen wird. Unglaublich wie schnell ein halbes Jahr vergehen kann. So viele tolle Sachen habe ich erlebt und gesehen, keinen einzigen Moment habe ich meine Entscheidung, die Weltreise zu machen, bereut. Ich hatte eine unglaublich tolle Zeit an die ich immer wieder zurückdenken kann, an Momente, die man nie vergessen wird. In einer gewissen Weise bin ich stolz auf mich, dass ich es so weit geschafft habe. Dass ich es geschafft habe, so viel Geld anzusparen, alles zu organisieren, den Mut hatte, alleine loszuziehen und ich nun hier stehe, und auf diese 6 Monate zurückblicken kann. Diese Reise war ein einschneidendes Ereignis in meinem Leben und ich kann sagen, dass ich mich in mancherlei Hinsicht geändert habe. Ich hoffe, dass ich die ganzen positiven Veränderungen auch zu Hause beibehalten kann und mit meinen unglaublichen Erlebnissen andere Menschen dazu begeistert habe, auch eine Reise zu machen. 

Ganz herzlichen Dank an Alle, die den Blog immer regelmäßig gelesen und mitgefiebert haben, ich hoffe es hat euch gefallen!

Ein großes Dankeschön auch an Alle, die mich sei es vor während oder nach meiner Reise unterstützt und mir beigestanden haben. Ich habe oft an euch gedacht. 

 Zum Abschluss nun ein Zitat, worüber ich sehr oft nachgedacht habe:

"The World is like a book. If you don't travel, you only see one page."

(Die Welt ist wie ein Buch. Wenn man nicht reist bekommt man nur eine Seite zu Gesicht)

Eure Elena

 

 

Samstag, 10.05.2014

USA wie man sie von Erzählungen kennt

 

USA ich komme!

ich hab echt ein bisschen darauf hingefiebert in die USA zu kommen, weil ich wissen wollte, ob die ganzen Vorurteile wirklich berechtigt sind :D Und ich kann euch sagen: Ja die meisten sind berechtigt.

Ich landete also handylos in Los Angeles, einer riesen Stadt, wo es Stunden dauert vom einem zum anderen Punkt zu kommen. Ich konnte mich vorher nicht darüber informieren, wo ich eine Unterkunft finde, geschweige denn herausfinden, wie ich vom Flughafen am sichersten dort hinkomme, weil ich das normalerweise immer über mein Handy erledige. Ich hatte mir dann durch freundliche oder auch weniger freundliche Hilfe durch das Flughafenpersonal ein Hostel ausgesucht und versuchte dies mit der Metro irgendwie zu erreichen. Als ich ein paar Leute um Hilfe bat traf ich auf einen Studenten, der in der Stadt wohnt, ganz in der Nähe vom Hostel wo ich geplant hatte hinzugehen. Ich erzählte ihm auf der 2 1/2 Stunden journey vom Flughafen in die Stadt, dass mir gestern mein Handy geklaut wurde. Ich fragte ihn, ob er denn jemand kennt, der ein altes Handy zu verkaufen hat in seinem Freundeskreis. Gaaaaaanz zufällig hatte sein Zimmergenosse ein altes iPhone4 (alt ist nicht das richtige Wort dafür, es funktioniert einwandfrei und hat keinen Kratzer) das er  mir geben konnte. Als ich fragte, wie viel er denn dafür wolle bekam ich nur zu Antwort: Don't worry about that. :D Also bekam ich ein Handy geschenkt, welches ich dankend entgegennahm. Sie haben mir so viel weitergeholfen, das konnte ich nicht einfach so annehmen und lud sie auf ein Mittagessen ein. Ich war dafür wirklich so dankbar :)

Ich erkundete für ein paar Tage Los Angeles (Walk of Fame, wovon ich um ehrlich zu sein etwas enttäuscht war, weil es im Fernsehen immer glamouröser dargestellt wird, dort sind aber wirklich viele verrückte Leute unterwegs, Beverly Hills, Rodeo Drive und die ganzen tollen Shoppingmöglichkeiten :) ) bevor es dann mit dem Greyhoundbus nach San Francisco auf der Route 101 ging, um die wunderbare Louise zu treffen (seeeeeeehr gute Freundin, die Au Pair in Seattle für 2 Jahre (!!!) macht). Ich kam am Abend vor ihr an und ging noch in ein Shoppingzentrum. USA ist wirklich das reinste Shoppingparadies. Es gibt auch so viele Läden die es in Deutschland gar nicht gibt. Zudem ist alles etwas günstiger. Ich war total überfordert und wusste gar nicht wo ich anfangen sollte :D Am nächsten Morgen war ich ganz hibbelig, ich konnte es einfach nicht fassen dass ich sie jetzt gleich sehen werde. An der U-Bahn-Station wollte ich sie abholen und als wir uns sahen rannten wir aufeinander zu und umarmten uns. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, nicht zu weinen, aber das war einfach unmöglich. Es tat einfach so gut jemand vertrautes von zu Hause wieder zu treffen. :) Leider blieben uns nur zwei ganze Tage...Es gab viel zu erkunden in San Francisco. Wir waren in einem Thriftshop (Secondhand Laden) in einem mehr oder weniger seriösen Stadtviertel wie wir nach einer Schlägerei an der Strasse uns gegenüber feststellen mussten. :D Wir fuhren mit dem weltbekannten Cable Car zum Fishermans Wharf und Pier 39, trafen am Abend Louise Cousine mit ihrem Freund, die uns ein paar tolle Ecken in San Francisco zeigten, die wir so nicht besucht hätten und sahen uns selbstverständlich die Golden Gate Bridge an. Es war zwar sehr frisch, dennoch sonnig und wir hatten Glück, dass die Golden Gate nicht im Nebel war. :) Dorthin fuhren wir wie so typische Touris in so einem Sightseeingbus. Eigentlich hatten wir geplant uns Fahrräder zu leihen, nur leider gab es dann keine mehr. :D War zwar schade weil es echt cool gewesen wäre aber es war dann auch ganz gut gemütlich in diesem Bus zu sitzen und durch die Strassen San Franciscos zu düsen :) An unserem letzten Abend gingen wir im Stinking Rose essen (einem wirklich süßen Restaurant aus dem man allerdings als Stinkbombe wieder rauskommt, weil alles mit Knoblauch zubereitet wird). Da meine liebe kleine Schwester ja ihren 16. Geburtstag heute hatte, hatte ich zwei Luftballons gekauft mit denen ich ein cooles Foto vor der Golden Gate schoss und ein Geburtstagsgruß auf ihrer Facebookpinnwand hinterließ. Den Rest vom Tag wurde ich nur so mit freundlichen Geburtstagsglückwünschen überhäuft, weil ich diesen Luftballon mit Happy Birthday drauf an meinen Rucksack gebunden hatte. Das Alles wurde getopt als wir in diesem Restaurant saßen und auf einmal die ganze Crew mit Kerzen und gratis Dessert singend vor mir stand. :D Die ganze Szene wurde mit einem Foto (ich mit riesen Knoblauchhut) festgehalten und auf deren Homepage hochgeladen. Das war so witzig, wie viel wir gelacht haben. War mir echt bisschen unangenehm :D

 

 

Walk of Fame Los Angeles Venice Beach Venice Beach Amerika, wie man sich es vorstellt Hollywood Hills Venice Beach Rumcruisen am Venice Beach mit coolen retro bikes Hollywood Hills Venice Beach Blick vom Griffith Observatory ueber Los Angeles Cable Car San Francisco Fahrt mit dem Cable Car San Francisco mit Louise am Fishermans Wharf Seehunde am Pier 39 Sightseeing bus mit Loisel :)) Blick bei Nacht ueber San Francisco Golden Gate Bridge Golden Gate Bridge hih Stinking Rose

 

Die zwei Tage vergingen wie im Flüge und dann hieß es schon wieder Abschied nehmen. Hoffentlich nicht für weitere 1 1/2 Jahre, die sie noch in den USA bleiben will...Meine GAdventurestour für die nächste Woche startete der ich mit ein bisschen Misstrauen entgegenblickte. Erinnert euch wie "toll" ich die Tour in Asien fand...:D Zuerst ging es in den Yosemite Nationalpark. Es war ziemlich frisch, um ehrlich zu sein: Ich hab hier für dieses Jahr meinen ersten Schnee gesehen, und dann gleich 15 cm!!! Wir campten im Nationalpark, was wir auch die nächste ganze Woche machen werden. Ich war ein klein wenig überrascht, weil die Tour, als ich sie gebucht hatte, nicht als ein Campingtrip dargestellt wurde. Wie auch immer, ich fands eigentlich ganz cool. Am nächsten Tag fuhren wir durch den Death Valley NP. Total komisch. Am einen Tag Schnee und am nächsten Tag findet man sich in der Wüste wieder.

 

 

Yosemite Nationalpark Yosemite Nationalpark Schnee im Yosemite Nationalpark Camping!! :) mein Graf Kalle und sein neuer Freund :) Yosemite Nationalpark Yosemite Nationalpark Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP

 

Danach hieß es: VEGAS BABY! Ich bin so glücklich über die ganze Gruppe. Die Tourguides sind der Hammer und die Leute, die mit auf der Tour sind, sind so nett. Wir waren eine bunt gemischte Truppe, vielleicht hat es deshalb so gut funktioniert. Man hatte mehr das Gefühl, als würde mit Freunden in einem Van herumreisen. Wir hatten einfach nur eine tolle Zeit in Las Vegas. Alles ist so groß, die verschiedenen Themenabschnitte mit Paris, New York, der Ägyptische Abschnitt, Venedig, und so weiter und so fort. Wir hatten Zimmer in einem Hotel Casino namens Stratosphere, welches Fahrgeschäfte auf dem Dach hat. So verrückt hier alles. Nach der Nacht in Vegas war unser nächstes Ziel der Grand Canyon Nationalpark. Ich hatte mich so darauf gefreut, dort hinzugehen. Meine Vorfreude erwies sich als berechtigt: Es ist einfach der Hammer. Die ganzen Nationalparks lassen einen ganz vergessen, dass man sich gerade in den USA befindet...Unser letzter Nationalpark war Yoshua Tree. Der hat mich auch total beeindruckt. Wüste mit riesigen Felsen (die aus versteinerter Lava sind, die sich einst unter der Erde befand bis dann das ganze lose Material drumherum weggeblasen wurde und diese großen Blubberblasen aus Lava übrig blieben) und die Joshua Trees überall. Auf einmal fanden wir uns dann alle in Los Angeles wieder und die Tour war zu Ende. Die folgenden Tage verbrachten wir noch ein bisschen Zeit miteinander am Venice Beach und schauten uns das Hollywood Sign vom Griffith Observatory an. Nachdem dann alle weiter oder nach Hause geflogen waren fuhr ich nach San Diego und ging im Las Americas, einem wahnsinnigen Outlet shoppen. Ich sag euch, dort kann man mehrere Tage verbringen, wirklich gefährlich.

 

 

Las Vegas Las Vegas Las Vegas Route 66 Grand Canyon Grand canyon NP Grand Canyon NP Campingsite Grand Canyon

 

Es ergab sich dann noch mal die Möglichkeit, dass ich mich mit Paul und Co ein drittes Mal treffen konnte. Ich hatte nämlich meinen Flug auf den 11. Mai verschoben, weil ich ein Konzert und ein Radiofestival in LA entdeckt hatte und dort unbedingt hingehen wollte. Julius, Paul und Jara fuhren nach Las Vegas, also hieß es noch ein zweites Mal für mich: VEGAS BABY!! War echt cool, weil ich Freunde die ich auf Fiji, in San Francisco und bei der Tour in den USA kennen gelernt hatte noch mal treffen konnte. Am nächsten Mittag fuhr ich dann wieder zurück nach Los Angeles, wo die nächsten zwei Tage die Konzerte waren. Das Erste am 9. Mai war von Armin Van Buuren, einem bekannten DJ und am darauf folgenden Tag war das Wango Tango Radiofestival, wo ich Paramoore, Rixton, the Chainsmokers, Christina Aguilera, A Great big World, Kid Ink, Zedd, B.O.B., Calvin Harris, ONE REPUBLIC!!!, Tiesto, Ed Sheeran, Shakira und Maroon 5 live erlebte. Für beide Veranstaltungen hatte ich Leute aus meinem Hostel angesprochen und bin mit denen hingegangen. Ich bin so froh, dass ich die Möglichkeit ergriffen hatte und meinen Flug umgebucht hatte, das war es so wert. :)

 

 

Wango Tango Festival Lineup Wango Tango Shakira at Wango Tango Wango Tango Festival joshua Tree NP Joshua Tree NP Joshua Tree NP Joshua Tree NP

 

 

Sahli, Ling, Matze: Ja, es gibt wirklich an jeder Strassenecke ein Fastfoodrestaurant :o

3 Wochen in den USA waren schon wieder passé und mein vorletzter Flug bringt mich nun nach Zentralamerika, Mexiko. Unglaublich wie die Zeit vergeht...

 - Do what you Love, Love what you do.

 

 

Dienstag, 22.04.2014

Fiji - das Paradies schlechthin

 

Sooo, nach mittlerweile schon 3 Monaten reisen (was ganz schön anstrengend sein kann so dumm es sich auch anhören mag :D) war jetzt erstmal ausruhen auf Fiji angesagt.

Die ersten paar Tage verbrachte ich auf der Hauptinsel in Nadi. Ich hatte das Glück, dass ich in Neuseeland Tina kennen gelernt hatte und sie mir die Nummer von ihrer Schwester, die in Nadi lebt, gegeben hatte. So hatte ich nämlich die Möglichkeit, die Kultur der Fidschianer kennen zulernen. Die Beiden waren sehr nett und hilfsbereit beim herausfinden, auf welche Inseln ich denn jetzt gehen will. Bei Nadi gibt es oberhalb ganz viele kleine Inseln, die wirklich schön sein sollen aber vom Tourismus total überlaufen sind. Deshalb entschied ich mich dazu, in die Hauptstadt Suva zu fahren und von dort aus eine Fähre 20 Stunden auf die Insel Taveuni, welche direkt bei der Nordinsel Fijis ist, zu nehmen. Da kommen wir schon zu dem Punkt, dass Fidschianer es LIEBEN zu lügen. Ich hatte mich so auf Fiji gefreut mich auszuruhen und endlich mir mal ein Einzelzimmer zu nehmen. Als ich die Übernachtungen in einem ehemaligen 5 Sterne Hotel gebucht habe wurden mir Bilder von Zimmern gezeigt mit schönem großen Bett, eigenem Bad, Innen und Außendusche und sogar einem Whirlpool. Nur als ich dann dort ankam war nichts mit Luxus :D Wir hatten kein Strom in den Hütten der Whirlpool ging nicht, alles war total heruntergekommen...Da hab ich mich dann schon etwas geärgert, hab das Zimmer umgebucht in ein 6 Bett Zimmer was noch viel schlimmer war weil es nicht einmal Wasser in der Hütte gab, aber als Übergangslösung war es ok. Ich mein wenn man mir das sagt, dass das und das und das nicht geht und mir falsche Hoffnungen macht hab ich kein Problem damit, aber so...Ne geht gar nicht. Ich sah es nicht ein für das andere Zimmer so viel Geld zu zahlen (viel für fidschianische Verhältnisse, wenig für Deutsche). Am nächsten Tag wollten ich und ein paar andre Deutsche, die ich bereits an meinem ersten Tag auf Fiji kennen gelernt hatte, eine Wasserfallwanderung machen. Als ich beim Frühstück jedoch was von einer Insel laß, wo man für eine Nacht hingehen kann, entschied ich mich innerhab von 5 Minuten um, packte meine Sachen zusammen um auf die Insel Nanuku zu gehen.

Eine weitere Besonderheit über Fidschianer: Ihre (innere) Uhr lauft nach Fijitime. Gutes Beispiel als wir heute früh aufbrechen wollten um auf die Insel zu gehen. Es hieß um 9 geht's los. Der eine Mitarbeiter hat mich total gehetzt und dass ja alle auf mich warten würden und ich nichtmal mehr Zeit hatte, eine Dusche zu nehmen. Wenn es heißt, wir gehen in 5 Minuten muss man sich darauf einstellen, dass es vielleicht erst in einer halben Stunde, vielleicht aber auch in einer oder zwei Stunden erst losgeht :D Das kann am Anfang ganz schön nervig sein, aber man arrangiert sich damit.

Der Transfer auf die kleine Insel erfolgte mit einem kleinen Motorboot. Ich fragte noch, ob man denn nass wird auf der Fahrt und ob man denn vielleicht die Rucksäcke abdecken soll. Neinnein, natürlich nicht. Als ich auf diesem kleinen Boot saß, auf dem offenen Meer, der Seegang so krass war, es ab und an mal regnete, ich keine Rettungsweste anhatte, das Wasser immer wieder ins Boot schwappte und unsere Backpacks durchnässte, fragte ich mich, was ich hier zur Hölle eigentlich mache :D Ich hatte echt Angst, dass das alte Bötchen jeden Moment kentert oder auseinander bricht, sodass ich immer nach der nächsten Insel Ausschau gehalten hatte, wo ich im schlimmsten Falle hinschwimmen könnte, falls ich davor nicht von Haien aufgefressen werde :D Aber ich wollte es ja abenteuerlich. Ich dachte mir nur, dass die Insel einfach atemberaubend sein muss, ansonsten würde ich nach so einer Horrorzweistundenfahrt echt durchdrehen. Und ja - ich hatte Glück. Die Insel war einfach atemberaubend. Es war wie im Paradies, so wie man sich Fiji eben vorstellt: weißer Sand, glasklares türkisenes Wasser. Kaum angekommen wusste ich, dass ich nicht nur eine Nacht hier bleibe. Man konnte um die Insel innerhalb von 10 Minuten laufen, eine kleine Sandinsel war nicht weit entfernt, sodass man mit dem Kanu hinpaddeln konnte, Schnorcheln konnte man super (ich hab sogar Haie gesehen, die nicht einmal zwei Meter von mir entfernt waren - keine Angst, nur Weißspitzhaie, oder wie auch immer man das ins Deutsche übersetzt), nachts unterm Sternenhimmel am Strand einschlafen und am nächsten Morgen von der Sonne geweckt werden, Kokosnussringe herstellen, in der Hängematte liegen ein Buch lesen oder einfach nur relaxen, kein Internet, kein Strom, Regenwasserduschen (als Dusche kann man es eigentlich nicht bezeichnen, eher Regenwasser aus eine Colaflasche über sich schütten :D) und nicht zu vergessen Kava trinken. Kava ist ein traditioneller Trink der Fidschianer, aus was das auch immer sein mag, auf alle Fälle macht es die Zunge taub und man wird relaxt :D Nach den Erzählungen der Fidschianer wird man dadurch wieder gesund wenn man krank ist, wird braun, bekommt neue Energie und kann Wundertaten vollbringen. Klar doch :D Es ist eigentlich ein Gesellschaftsgetränk weil eben dann alle um die Schüssel mit Kava sitzen und reden :)

Ich muss sagen: Von den vier Tagen auf dieser kleinen Insel mit genau 7 anderen Menschen kann ich sagen, dass das so ziemlich das Beste von meiner Reise war und vielleicht auch in meinem ganzen Leben. Es war so toll mal von all dem Stress und der Zivilisation abgekapselt zu sein, erleben wie es ist, nur mit dem Nötigsten auszukommen und am Wichtigsten: ohne Internet! Das war eine unglaubliche Erfahrung die ich in meinem Leben nicht vergessen werde.

Die restlichen Tage die mir auf Fiji blieben verbrachte ich damit, zurück nach Nadi zu reisen, letzte Sonnenstrahlen einzufangen und mich dem wohligen Gefühl des Nichtstuns hinzugeben. Leider ist an meinem letzten Tag, ein paar Stunden bevor mein Flieger ging, mein Handy weggekommen, ich vermute dass es mir geklaut wurde. War echt doof, weil meine ganzen Kontakte, Notizen und Bilder weg waren. Aber ich muss es so sehn: Es war schließlich "nur" das Handy und nicht dass ich einen Autounfall hatte oder sonst irgendwas ist...

 

 

 Sonnenuntergang auf der Hauptinsel, Nadi Sonnenuntergang Nadi Faehre von Suva nach Taveuni Faehre von Suva nach Taveuni The world is like a book - if you don't travel, you only see one page. im Paradies kleine Krabben grosse Krabben die einem Nachts beim am Strand schlafen uebers Gesicht klettern Sonnenuntergang auf Nanuku Island Nanuku Nanuku relaxing ich mach Kokosnussringe, was macht ihr? kanoeing Nanuku Nanuku morning bath Nanuku kanoeausflug auf die kleine Sandinsel vor Nanuku Nanuku Nanuku Schnorcheln Schnorcheln Sonnenaufgang beim am strand schlafen Sonnenaufgang Nanuku Taveuni

Sonntag, 13.04.2014

Die Heimat der Hobbits (Teil 2)

 

Am ersten April früh morgens in Auckland gelandet blieben mir genau 12 Tage, um die Nordinsel zu erkunden. Zunächst musste ich aber erstmal meinen Bus nach Hot Water Beach bekommen. Aus dem Flugzeug raus, in den Shuttlebus hechten, hoffen, dass der Bus nicht rechtzeitig abfährt. Ich bin froh, dass ich mich wenigstens einmal vorher informiert hab und nicht wie immer einfach drauf los und dann geschaut hab. :D Natürlich bekam ich den Bus noch ;) In Hot Water Beach ging es erstmal - wie der Name schon verrät - an einen Strand, wo man sich seinen Hot Pool selbst buddelt :) An bestimmten Stellen des Strandabschnittes sind unterirdische Thermalquellen. Wenn man sich nun also in den Sand ein Loch gräbt sammelt sich dort Wasser, welches heiß ist. Teilweise sogar so heiß, dass man sich richtig bös verbrühen kann. Dadrin zu liegen, war sehr angenehm und noch besser war es dann auf eine Abkühlung ins Meer zu gehen :) Danach machten wir einen kurzen Walk namens Cathedral Cove. Der Weg führte zu einer kleinen Bucht mit einer Höhle, die zur nächsten Bucht führt. Einer der schöneren Orte in Neuseeland :)

 

 

Strasse nach Hot Water Beach Hot water Beach Hot water Beach Cathedral Cove Cathedral Cove Cathedral Cove Cathedral Cove Cathedral Cove

 

Als ich mal eine Doku über die schönsten Orte der Welt angeschaut habe wurde über eine so genannte Glühwürmchenhöhle berichtet. Da war ich also in Waitomo und rutschte mit Wasseranzug in einem Donut-Reifen durch die besagte Höhle. Die Glühwürmchen machen klebrige Fäden, die von der Decke hängen (so ähnlich wie das Material aus dem Spinnennetze sind). Dadurch, dass die Glühwürmchen leuchten werden Insekten angelockt. Diese verheddern sich dann in den Fäden und werden von den Glühwürmchen gegessen. Wie teuflisch.

 

 

Waitomo Waitomo Waitomo Caves

 

Die Stadt Rotorua ist dafür bekannt, dass sie stinkt. Wenn man dort ankommt will man am liebsten erstmal gleich wieder weg. Das liegt an den Schwefelquellen, die ganz in der Nähe des Örtchens liegen. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Geysire :) Diese unterirdischen Quellen sind so heiß, dass man darin Eier kochen kann! Das ist richtig heißes, kochendes Wasser! Echt unglaublich, dass es so etwas gibt. Der Park Te Puia warb damit, dass man die weltbekannten Kiwis sehen kann. Nur leider war nur ein Gehege geöffnet. Da die Kiwis Nachtaktiv sind war es in der Kuppel natürlich dunkel und man konnte sie nur erahnen. Schade eigentlich, hätte ich das gewusst, wäre ich noch in ein anderes Kiwihaus gegangen. Hätte die nämlich sehr gern bisschen näher gesehen. Naja, nächstes Mal :) In Rotorua gibt es auch die bekannten Maori Culture Städte. Es wäre bestimmt cool gewesen sich so eine Show anzuschauen und danach über ein Buffet mit Essen, gekocht nach Maori Tradition, herzufallen, aber 100 Dollar waren mir es dann auch nicht wert eine gestellte Show anzusehen und ein Abendessen zu bekommen. Da geh ich lieber mal wo schön in einem Restaurant essen und zahl keine 100 Dollar.

 

 

Ja, es gibt wirklich 13 Millionen Schafe in Neuseeland und 4,5 Millionen Menschen :D Rotorua Rotorua Rotorua Schwefelquellen Schwefelquellen Rotorua Te Puia Maori Culture Te Puia Wir kochen Eier! Geysir Te Puia Mudpools Te Puia ausbrechender Geysir Te Puia

 

Mein nächster Stop war Taupo. Dort hatte ich geplant den Tongarirocrossing zu machen. Es war vielleicht nicht die beste Idee, eine 25 km Wanderung zu machen wenn man schon krank ist. Aber jeder der mich kennt weis, dass ich ungern im Bett liege und mich schön auskuriere. Stattdessen mach ich alles andere als mich auszuruhen. Natürlich war das diesmal nicht anders. Der normale Weg ohne zusätzlichen Pfade war schon etwas über 19 km lang. Und der Pfad auf die Tongariro Summit war auch noch mal was um die 6 km. Wir starteten die Tour früh morgens und es hieß um halb 5 aufstehen! yey! :D Die Wanderung war schon anstrengend zudem war es nicht sehr vorteilhaft, dass ich krank war. Ich hatte auch nach der Tageswanderung über 8 Stunden (mit vielen Foto- und Genießpausen :) ) Fieber. Aber eins kann ich wieder einmal sagen: Ich bereue es keine Sekunde und das war es so wert! Der Ausblick und die schöne Landschaft - es war wirklich atemberaubend !

 

 

Tongariro Crossing Taupo Tongariro Crossing Taupo Tongariro Crossing Taupo Tongariro Crossing Taupo Tongariro Crossing Taupo Tongariro Crossing Taupo  Tongariro Crossing Taupo

 

Als ich am Abend in mein Hostel zurück kam, startete ich mein nächstes Abendteuer. Die Unterkünfte hier in Neuseeland sind immer so unglaublich teuer was mich auf die Idee brachte meine Sachen zu packen, mich vor einen Supermarkt zu stellen und wildfremde Leute anzusprechen ob sie denn nicht einen Gast für eine Nacht willkommen heißen würden. Keine Sorge, natürlich habe ich nur Paare und Frauen angesprochen. Ich stand auch nur 5 Minuten da bis ich ein freundlich aussehendes Paar ansprach die mich dann zu sich mit nach Hause nahmen. Die Beiden waren einfach zu liebenswert dass ich doch glatt meine ganzen Pläne über den Haufen warf, nicht bis nach Wellington runterzufahren und einfach noch länger hier zu bleiben. Sie kannten den Besitzer von dem Hukafalls Jetboat und ich bekam eine free Ride und die Fotos gleich mit obendrauf. Am Sonntag morgen war ich mit ihnen in der Kirche. Dort lernte ich eine Frau kennen mit der ich so ein bisschen ins Gespräch kam. Ich erzählte ihr, dass ich als nächstes nach Fiji gehe und da gab sie mir gleich die Nummer von ihrer Schwester, die mich mit Sicherheit mit offenen Armen aufnehmen wird. :) Es war mehr als eine gute Entscheidung das Ganze zu machen, ich hatte wirklich Glück :)

Es blieben mir noch ein paar Tage um Bay of Islands und Cape Reinga ganz im Norden Neuseelands anzuschauen. Ich traf eine Freundin, die ich auf der Nordinsel kennen gelernt hatte, zufällig wieder. Wir machten uns einen schönen Tag, schlenderten durch die Strassen des kleinen Örtchens, setzten uns an den Strand und genossen den Sonnenuntergang mit einem Cocktail in der Hand :)

 

 

Ja, es gibt hier auch pinke Schafe :D Bay of Islands Bay of Islands Bay of Islands

 

Am nächsten Morgen startete der Tagesausflug nach Cape Reinga. Wir fuhren am 90 Miles Beach entlang (der eigentlich gar keine 90 Miles lang ist :D), machten Sandboarding (was ich noch nie zuvor gemacht hatte und wirklich witzig war :) ), sahen einen kleinen blauen Pinguin und Cape Reinga, wo die Tasmanian Sea und der Pazifik aufeinander treffen. Das war vielleicht ein langer Tag und ich hatte mal wieder riesen Glück mit dem Wetter, wie ich es eigentlich schon die ganze Zeit, seit ich in Neuseeland bin, hatte :)

 

 

Treehug! 90 miles Beach 90 miles Beach 90 miles Beach blauer Pinguin Sandboarding Sandboarding Cape Reinga Cape Reinga Cape Reinga Cape Reinga

 

In Auckland zurück traf ich zwei Mädels, die ich auch auf der Südinsel kennen gelernt hatte. Das war so schön und ich hoffe, dass ich sie wieder in England oder auf einem deutschen Weihnachtsmarkt sehen werde :) Unglaublich, aber wir hatten dann auch noch das riesen Glück William und Kate bei ihrem Segelrennen zu sehen. Die waren gerade mal 10 Meter von uns entfernt, sau cool! :)

 

 

William (blaues Hemd) and Kate (leider nicht zu sehen neben ihm) Auckland

 

Ja, und jetzt sind auch schon wieder 4 Wochen rum und es heißt: Nächster Stop: Paradies Fiji!!!

 

 

 

Dienstag, 01.04.2014

Die Heimat der Hobbits (Teil 1)

 

Jaaaa, mittlerweile bin ich schon in Neuseeland angelangt. Ich landete um halb 2 morgens in Christchurch und verbrachte meine erste Nacht auf den kuschligen Metallstühlen des Flughafens :D Draußen tobte ein Sturm und ich dachte: oh mann, das fängt ja super an... :D Um Süd- und Nordinsel zu bereisen hab ich mir ein Busticket zugelegt. Am Morgen machte ich mich auf in die ausgestorbene Innenstadt um Alex' Cousine Feli kennen zulernen :) Schon verrückt, dass man sich das erste Mal am anderen Ende der Welt sieht. Den Rest vom Tag machten wir uns im Wohnzimmer von zwei Polen breit, die uns zum Couchsurfen willkommen geheißen haben. Für Alle, denen Couchsurfing nichts sagt: Es gibt dafür eine Internetseite wo sich Leute anmelden, die entweder einen Schlafplatz brauchen oder anbieten. Das ganze ist kostenlos, der Gast spart Hostelkosten und der Hausbesitzer freut sich über Gesellschaft. Beide profitieren natürlich davon, coole Leute kennen zulernen :)

Am nächsten Tag schlenderten Feli und ich durch die Erdbebenstadt Christchurch. Die Stadt ist wie eine große Baustelle. Manche Straßen sind sogar ganz gesperrt weil Häuser vom Einstürzen bedroht sind. Es sieht irgendwie so aus als wäre das große Erdbeben erst ein paar Wochen her, obwohl es bereits im Februar 2011 war. Aber die Leute wissen sich zu helfen: zerstörte Einkaufsläden wurden notdürftig ersetzt weshalb man sich beim Shoppen in Schiffskontainern wiederfindet. Wir hatten einen schönen Tag zusammen der mit einem Strandbesuch in Lyttelton (Epizentrum vom Erdbeben 2011) bei Sonnenuntergang abgerundet wurde (es war leider zu kalt, um ins Wasser zu gehen, aber es war schön den Surfern beim Wellenreiten zuzusehen :) ).

 

 

  Strand in Lyttelton Feli und ich Cathedral von Christchurch  Strand von Lyttelton

 

Am darauf folgenden Tag hatten Feli und ich vor, zu Trampen. Dabei trafen wir auf ein paar echt seltsame Leute :D Ein Handwerker auf dem Weg zur Arbeit der während der Fahrt seinen Joint auspackt und raucht und 3 Inder, die uns ganze 5 Minuten mitnahmen, die geschwindelt haben, dass sie in unsere Richtung fahren aber eigentlich in eine ganz andere Richtung mussten und nur ein Bild mit uns wollten. Zum Glück gibt's es aber nicht nur komische Menschen auf dieser Welt und ein Vater mit seinem Sohn bat uns eine Mitfahrgelegenheit an. Sie fuhren mich nach Kaikoura und Feli sogar bis nach Picton, obwohl sie eine ganz andere Route geplant hatten. Total nett! :) In Kaikoura bekam ich dann die Gelegenheit, Wale zu sehen. Das war schon sehr beeindruckend wenn sie abtauchen und man dann so ein tolles Postkartenfoto mit der Flosse bekommt :) Wir hatten auch das Glück Robben und Delfine zu sehen, die neben unserem Boot schwammen :)

 

 

Trampen mit Feli Trampen mit Feli Robbe in Kaikoura Liebe auf den ersten Blick ... :) Kaikoura Whalewatching

 

Meine erste Busfahrt führte mich nach Kaiteriteri in den Abel Tasman National Park. Dort wurde einem eine Ganztageskayaktour angeboten. Ich war davor noch nie kayaken und es hat mir super gefallen. Der Nationalpark ist wunderschön mit seinem türkisblauem Wasser und seinen kleinen Strandabschnitten. Das Land ist so vielfältig in seiner Natur dass man hier wirklich alles zu sehen bekommt. Eine Gletschertour durfte deshalb nicht fehlen. Ich weis, ich weis, daheim haben wir auch Gletscher die man hochklettern kann, aber daheim würde ich so etwas nie machen weil...ja weil einfach ;) Es war ein witziges Gefühl diese Spikes an seine Schuhe geschnallt zu haben und den ganzen Tag über den Gletscher zu wandern. Wir hatten tolles Wetter und das Eis war so blau wenn die Sonne darauf gescheint hat. Das Hostel bot den Luxus eines riesigen Whirlpools der auf unsere durchgefrorenen Hände und Füße nur gewartet hat. :)

Komisches Gefühl: Am einen Tag ist man kayaken und kann sich bei einer Pause am Stand sonnen und am nächsten Tag krabbelt man dick eingemummelt auf Eis herum. Das ist Neuseeland, und das ist das was mir so sehr an dem Land gefällt. :)

 

 

Kaiteriteri, Abel Tasman Nationalpark :) Kayaking im Abel Tasman NP Fox Glacier Fox Glacier Fox Glacier hihi Fox Glacier Fox Glacier Fox Glacier

 

Eine Nacht am Lake Wanaka (wo wir in einem coolen oldschool Kino waren und den Film "Wolf of Wallstreet" angeschaut haben) und ich bin schon in Queenstown angelangt. Hier gibt es eine Gondelbahn die es einem Möglich macht einen wunderschönen Blick über Queenstown zu bekommen! :) Oben konnte man Lugeing machen. Das muss man sich so vorstellen, dass man auf eine Art großem Skateboard sitzt das man lenken kann. Das war ein Spaß hihi :) Was man auf jeden Fall auch gesehen haben sollte: Milford Sound (Fjorde). Das war ein Ganztagesausflug dorthin und die Fahrt war erstmal eeeeewig lang. Wir hatten super Wetter erwischt, hatten einen strahlend blauen Himmel und fuhren durch den Nationalpark. Das wäre eine Schande gewesen wenn man auf der Fahrt geschlafen hätte :D Die Bootsfahrt ging nur 2 Stunden, für das, dass man eine Fahrt von 9 Stunden hin und zurück hatte, ziemlich kurz :D

 Oldschoolkino in Wanaka Wanaka Lake Wanaka Lake Wanaka Queenstown Luge fahrbahn mit Blick auf Queenstown Lift an den Anfang zur Lugebahn, Ausblick ueber Queenstown...und ich :D Mirror Lakes Milfordsound National Park Milfordsound Fjorde Milfordsound National Park Milfordsound Bootsfahrt Wasserfall Milford Sound National Park Robbe im Milfordsound National Park Milford Sound Fjorde

 

 

In Queenstown traf ich auf ein bekanntes Gesicht von zu Hause: LAURA (eine Freundin vom Handball) !! :) Es tat so gut mal wieder mit jemand vertrautem reden zu können. Sie besuchte Paul (= ihr Freund ... und seine Kumpels, die ich bereits in Kambodscha getroffen hatte) in Australien und Neuseeland für 6 Wochen. Wir genossen die schöne Landschaft Neuseelands auf einer Wanderung um einen See, ganz in der Nähe von Queenstown. Abends standen wir 45 Minuten an, um den legendären Fergburger von Queenstown zu testen. Das war mit Abstand der größte Burger den ich bis jetzt (halb) gegessen habe :D

 

 

  Wanderung mit Laura und CO :) Laura und CO in Queenstwon Wanderung mit Laura und CO Wanderung mit Laura und Co Mt. Cook, hoechster Berg in Neuseeland Lake Tekapo

 

Mein letztes Ziel auf der Südinsel war Lake Tekapo. Zurück in Christchurch verbrachte ich wieder eine Nacht im Flughafen und früh morgens ging mein Flieger auf die Nordinsel nach Auckland :)

 

 

Freitag, 14.03.2014

Downunder - Sydney

     

Nach ein paar Stunden Flug war ich früh Morgens in Sydney gelandet :) Ich war schon ganz aufgeregt weil ich eine ehemalige Schulfreundin, Lena, wiedersehen werde, die hier gerade Au Pair macht :) Ich sprang unter die Dusche, machte mich frisch und dann ging es in die Stadt, wo ich mich mit Lena am Circular Quay verabredet hatte :) Wir hatten mega tolles Wetter und verbrachten den Tag im Zoo von Sydney. Der Zoo hat mir so viel besser gefallen als der in Singapur, obwohl auch der schon wirklich schön war. Aber hier haben die Tiere viel größere und schönere Gehege, dazu kommt, dass man so einen tollen Blick auf Sydney mit seinen Wahrzeichen dem Operahouse und der Harbourbridge hat :) Danke Lena für den tollen Tag! :)

 

 

Die nächsten Tage verbrachte ich damit, die Stadt alleine zu erkunden. Was außer dem Opera House und der Harbourbridge auf jeden Fall noch sehenswert ist, ist der Botanische Garten. Ich hab mir mein Buch geschnappt (Memoirs of a Geisha, kann ich nur weiterempfehlen) und hab mich dort auf eine Wiese gelegt. Der Lärm der Straßen wird hier etwas abgeschirmt und es ist wirklich ein toller Ort, dem Stadtleben zu entfliehen :) Die Stadtbibliothek habe ich auch mal besucht. Ein schönes altes Gebäude mit hohen Decken und Büchern so weit das Auge reicht :) Durch die ganzen Einkaufszentren muss man natürlich auch mal geschlendert sein :) Als es mittags einmal nicht so super Wetter hatte bin ich ins Imax mit der größten Leinwand der Welt am Darling Harbour gegangen und hab mir den Dokumentarfilm "Unseen World" angeschaut. Ich hab ganz vergessen wie cool doch eigentlich 3D-Filme sind! :)

 

 

 

An meinem vorletzten Tag machte ich mich auf um Lena zu besuchen. Sie hatte mich netterweise in das Haus ihrer Familie eingeladen. Die Eltern waren übers Wochenende verschwunden und ihr wurden die Kinder samt Haus überlassen. Ein wirklich schönes Haus :D Swimmingpool, Flachbildfernsehr in fast jeden Zimmer und Riesentrampolin im Riesengarten darf natürlich nicht fehlen. Als ich auf dem Trampolin sprang wurden Kindheitsträume wahr :D Am Abend bestellten wir noch Pizza und plapperten bis spät :) Am nächsten Morgen schlief ich in meinem Kingsizebett im eigenen Zimmer nach 2 Monaten in Mehrbettzimmern erstmal aus :) Bis abends mein Flieger ging machten wir uns einen faulen Lenz, gingen in die Stadt und tranken einen leckeren Kaffee! Vielen lieben Dank Lena für deine Gastfreundlichkeit :)

Jetzt geht es erstmal nach Neuseeland, weiter von zu Hause kann man eigentlich gar nicht entfernt sein! :D Ich hoffe nur, dass es nicht zu kalt wird, denn dort ist jetzt Übergangszeit zwischen Sommer und Winter. Falls es aber so wäre: Ich bin soweit mit zwei langen Hosen und einer Softshelljacke ganz gut vorbereitet :D

Bis bald! :)

eure Elena

 

 

 

Sonntag, 09.03.2014

Singapur - die wohl sicherste Stadt der Welt

 

Hallo Ihr! :)

Nachdem ich Asien durchreist hatte ging es als ein erstes Stop Over fünf Tage nach Singapur. Kaum angekommen ging ich auch schon los, um die Stadt zu erkunden. In Singapur gibt es verschiedene Stadtviertel wie little India, wo ich erstmal indisch zu Abend , das chinesische und das arabische Viertel. Sobald ich little India betrat war ich nurnoch von Indern, und ein paar vereinzelten Touristen, umgeben. Im arabischen Viertel wurde man von lautem Moscheengeschrei umgeben und man konnte sich nur schwer vorstellen, dass man gerade wirklich in Singapur, einer riesen modernen Stadt, und nicht irgendwo im Orient ist :D Unglaublich wie viel es in Singapur zu sehen gibt. Als ich so durch die Straßen lief war ich von gigantischen Wolkenkratzern umgeben. Am Abend schaute ich mir eine Lichtershow an dem weltbekannten Marina Bay Sands Hotel an, was drei große Türme mit einem Schiff oben drauf ist. Es war schon relativ spät und ich musste alleine wieder nach Hause kommen. Alles kein Problem in Singapur! Hier kann man Nachts mutterseelen allein durch die Strassen marschieren und mit der U-Bahn fahren ohne was befürten zu müssen. Einfach der Wahnsinn! Ich hab mich hier so sicher gefühlt wie Nirgends sonst wo. Dann gab es noch die Supertrees zu bewundern. Am nächsten Abend machte ich mich auf, um mir Gardens by the Bay, wo die genannten "Bäume" sind, anzuschauen. Ich liebe es bei Abendstimmung durch die Straßen Singapurs zu schlendern :) Ich kam dort an und war total überrascht, dass es für den Park keinen Eintrittspreis gibt, denn normalerweise muss man in Singapur für jeden kleinen Pups zahlen. Und was es hier für Regeln gibt! Man darf hier in der U-Bahn Nichts essen, nicht rauchen und keine Durian mitnehmen. Alles verständlich, vor allem bei der Stinkefrucht Durian, den Gestank kann man wirklich keinem zumuten...Aber dass man Nichts trinken darf ??! Übrigens muss man natürlich für jeden Verstoß (bei Essen und Trinken und bei brennbaren Stoffen beispielsweise 500S$ und wenn man raucht 1000S$ zahlen, wofür auch an jeder Ecke in der U-Bahn Hinweisschilder angebracht sind). Als ich eines Tages in der U-Bahn saß und plötzlich den Drang verspürte, etwas trinken zu müssen, meine Flasche rausholte und Besagtes tat, schauten mich die Menschen um mich herum ganz entsetzt an, woraufhin mein Wasser schnurstracks zurück in die Tasche wanderte. Ich hatte schon Angst, dass es vielleicht Irgendjemand gesehen haben könnte und bin so schnell es ging nach meiner Fahrt aus der U-Bahnstation rausgestürmt :D Weil 500S$ hätte ich nun wirklich nicht locker :D

An meinem dritten Tag traf ich mich mit Meike, der Schwester von Annika (an alle Verwandten: eine ehemalige Schulkameradin :) ), die zur Zeit ein Praktikum in Singapur absolviert. Sie war auch erst ein paar Tage zuvor angekommen und hatte deshalb auch noch nicht so viel gesehen. Wir beschlossen in den Singapore Zoo zu gehen und uns da den Tag zu vertreiben. Es war recht schön, vor allem weil der Zoo im Regenwald gelegen ist, aber teilweise hatten die Tiere ein sehr kleines Gehege und sahen nicht sehr glücklich aus. Im Anschluss machte ich noch die Nightsafari. An sich war es ganz nett, aber alles sehr gestellt. Man fuhr mit einem Wagen durch eigentlich einen Zoo. Vielleicht bin ich einfach sehr verwöhnt durch Südafrika, weil ich dort bereits eine richtige Nightsafari gemacht hatte...Nach der Fahrt durch die Dunkelheit konnte man den "Zoo" bei Nacht selbst ablaufen. Ich fand einen Platz, an dem niemand sonst war. Dort legte ich mich auf den Boden, hörte Musik und hatte einen wunderschönen Sternenhimmel über mir :) Ich lag also da bestimmt 1-2 Stunden und bekam Gänsehaut weil ich so glücklich war. Dieses Gefühl hatte ich bereits mehrere Male auf meiner Reise, einfach unbeschreiblich :) In solchen Momenten weis ich dann, warum ich so hart gearbeitet hab und auf so Vieles verzichtet habe. Die Weltreise zu machen war und ist die beste Entscheidung die ich in meinem Leben getroffen habe. Die ganzen Erlebnisse kann mir danach niemand mehr nehmen...:) Und wie man sieht: Wenn man etwas wirklich erreichen will und mit ganzem Willen und voller Überzeugung dahinter steht, kann man das auch schaffen :)

Den Sonntag verbrachten wir auf Sentosa Island. Das muss man sich wie einen großen Erlebnispark vorstellen. Hier gibt es von den Universal Studios über Shoppingläden bis Sandstrände alles, was ein Herz begehrt. Wir bruzelten in der Sonne und vertrieben uns mit plappern und essen die Zeit :) Am nächsten Tag musste sie wieder an ihrer Praktikumsstelle antreten und am Abend ging dann auch schon mein Flieger nach Sydney! :)

Singapur hat mich wirklich beeindruckt und ich bin froh, dass ich dort nicht nur ein paar Stunden am Flughafen verbracht habe, um auf meinen nächsten Flug zu warten, sondern mich dort ein paar Tage aufgehalten habe :)

- If we're not trying to please other people, we begin to understand what's right for us.

Hier noch ein paar Bilder! :)

 

 

Abendstimmung in Singapur :) Wolkenkratzer Lichtershow mit Blick auf das Marina Bay Sands Hotel Singapur :) weisse Tiger im Singapore Zoo Sentosa Island Supertrees Arabian Quater Singapur Ruels Sentosa Island

Dienstag, 04.03.2014

Gruene Reisfelder und vietnamesisches Essen

 

Xin chào aus Vietnam ! :)

Auf der Reise von Kambodscha nach Vietnam machten wir einen Zwischenstop in einem kleinen Dorf, 3 Stunden entfernt von Ho Chi Minh. Wir schliefen mit den Einheimischen unter einem Dach. Dadurch war es uns möglich die vietnamesische Kultur etwas näher kennen zulernen. Dort angekommen wurden wir erstmal durch das kleine Dorf geführt. Wir sahen Kinder, die ihre Drachen aus Plastiktüten und Blechdosen gebastelt hatten. Not macht erfinderisch :) Wenn man die Hauser passierte winkten einem die Menschen zu und grüßten einen mit einem fröhlichen "Xin chao!". Zum Abendessen hatte man die Option Schlangenfleisch zu essen. Ein noch schlagendes Herz einer Solchen war auch noch im Angebot. Dabei handelte es sich aber nicht um so eine kleine frittierte Schlange, wie ich bereits eine in Kambodscha gegessen hatte. Nein, eine richtig Große die sogar giftig ist. Unser Reiseführer schnitt ihr kurzerhand den Kopf ab und lies das Blut in ein Glas, das mit Reiswein befüllt war, tropfen. Natürlich gab es dann noch das gewöhnliche Essen, welches von den Einheimischen zubereitet wurde. Wäre es mir die Tage besser gegangen vom Magen her hätte ich die Schlange bestimmt auch probiert...ich mein wann bekommt man das nächste Mal die Gelegenheit Schlangenblut zu trinken? :)

 

 

Raucherspiralen in einem Tempel nahe Ho Chi Minh Verkaufsstaende auf einem Markt nahe Ho Chi Minh - sehr appetitlich Floating Markets Die armen Dinger... Floating Markets Floating Markets Schlange mit abgetrenntem Kopf Aufbruch zu den Floating Markets Homestay in Vietnam  Kind in Vietnam :)

 

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir in Ho Chi Minh City. Unser Reiseguide führte uns in der Stadt herum, in der er einst vor vielen Jahren als 13 jähriger Junge allein ankam und auf der Strasse überleben musste. Er zeigte uns auch die Bank, auf der er seine erste Nacht verbracht hatte. Als er am nächsten Morgen aufwachte, hatte er nurnoch seine Kleider am Leib, weil er ausgeraubt wurde. Wir mussten sehr vorsichtig sein: Beispielsweise riet er uns nicht unser Handy auf der Strasse aus unserer Tasche zu holen um Bilder zu machen. Falls wir es jedoch riskieren wollten wären wir in Sekundenschnelle (laut ihm) unser Handy losgeworden. Unsere Kameras mussten wir auch immer mit dem Band um unser Handgelenk fixieren. Eine Fahrt auf einem Cyclo während der Rushhour darf man in der Stadt mit den meisten Motorbikes ganz Asiens auch nicht verpassen :) Danach hatte ich aber erstmal genug Abgase für die nächste Zeit eingeatmet :D In der Stadt sahen wir uns die Guchitunnels an. Das sind die Tunnel, in dem die Soldaten während des Vietnamkriegs lebten beziehungsweise ums überleben gekämpft haben. Man konnte auch selbst durch die Tunnel gehen, welche für die Touristen sogar breiter gemacht wurden. Selbst so waren das unmenschliche Zustände. Unser Guide an dem Tag offenbarte uns, dass er hier vor ca 40 Jahren mit einem Gewehr durch die Gegend gelaufen ist...Um noch mehr über den Vietnamkrieg zu erfahren schauten wir uns das War Remnants Museum an. Dort bekamen wir wirklich schockierende Bilder und Tatsachen vor Augen gefreut. Menschen die von den Chemiebombenangriffen zu Schaden gekommen sind und deren Kinder, die während und nach dem Krieg missgebildet auf die Welt kamen. Das Schlimme an dem Ganzen ist aber dann, dass wenn man aus dem Museum rausgeht und durch die Strassen läuft diese missgebildeten Menschen sieht. Da wird einem klar, dass das gar nicht so lange her ist, dass hier Kriegszustände herrschten. Wie glücklich man doch eigentlich sein kann, so etwas nicht miterleben zu müssen.

 

 

Museum War remnants Menschen die Opfer von den Chemiebombenangriffen waehrend des Vietnamkriegs wurden Kinder in einer Schule in Ho Chi Minh Ich in einem Schacht in den Guchitunnels Ho Chi Minh City Rushhour Ho Chi Minh City Ho Chi Minh City

 

In Nha Trang hatten wir mal etwas Pause vom Programmstress bzw. nahmen uns einfach frei :D Es gab dort einen schönen Strand wo man sich den ganzen Tag in der Sonne wälzen konnte :) Abends gingen wir mit der ganzen Bande ein paar Cocktails trinken und klapperten die Bars ab, wo was los war :) Es war wirklich witzig, aber zu langsam merkt man, dass in der Gruppe von 16 Leuten 12 Mädels sind, da gibt es dann schnell mal Zickenkrieg. Ich hab mich dezent rausgehalten und die Show genossen :D

 

 

Strand in Nha Trang

 

Hoi An, ein kleines sympathisches Schneiderstädtchen in der Mitte Vietnams, war mein absoluter Favorit unter den Orten, die wir besucht haben in Asien. Tagsüber kann man durch die urigen Gassen schlendern und sich Hi und Da einen Tempel anschauen, während man nachts schön an den Restaurants, die am Fluss gelegen sind, essen gehen kann und die Wasserlichter und Lampions eine romantische Atmosphäre schaffen :) Hier gibt es wirklich an jeder Ecke einen Schneider, wo man sich Kleidung maßschneidern lassen kann - und das zu recht günstigen Preisen :) Da habe ich mir dann auch mal ein Kleid gegönnt, die Gelegenheit zu dem Preis hat man auch nicht alle Tage ! :) Am Nachmittag, bevor es weiter nach Hue ging, unternahmen wir als Gruppe eine Fahrradtour. Wir fuhren an Reisfeldern vorbei, durften auf einem Buffalo reiten und bekamen die wunderschöne Landschaft Vietnams zu Gesicht. Als die Sonne langsam unterging war es Zeit für ein Barbecue auf einer Insel, welches von dem Einheimischen, der uns mit den Fahrrädern herumgeführt hat, zubereitet wurde :) Das war vielleicht schön :)

 

 

Wahrzeichen Hoi Ans Hoi An Hoi An Nightmarket Wasserlichter in Hoi An Tempel in Hoi An Frau bei der Arbeit in Hoi An Buffalo Ride! :) Barbecue bei Sonnenuntergang auf einer kleinen Insel :)

 

Im nur wenige Busstunden entfernten Hue gab es wieder einiges an kulturellen Einrichtungen zu begutachten. Darunter war die Forbidden Purple City, dem Wohnsitz des ehemaligen Königs inmitten der Stadt. Wir waren heute nur zu Fünft unterwegs, was sehr angenehm war. Denn ansonsten waren wir immer eine Gruppe von 16 Leuten. Den Eingang von der Anlage zu finden war nicht ganz so einfach. Also liefen wir an der Mauer entlang, ließen uns von Cyclofahrern zuquatschen bis jeder so genervt war und nurnoch heimwollte :D Also beschloss die Mehrheit, dass wir jetzt ein Taxi zum Eingang nehmen. Blöd nur wenn der Taxifahrer kein Englisch kann und uns zu der gegenüberliegenden Seite, wo sich ein Ausgang befindet, fährt und das eine ganze Minute Fahrt war. Also waren wir jetzt noch weiter von unserem Ziel entfernt wie zuvor :D Auf der ewig erscheinenden Strecke zur anderen Seite machten wir einen Stop in einem Café. Das Personal konnte hier selbstverständlich auch kein Englisch, James war schon ganz außer sich vor Wut :D Joe hat erstmal ihre Desinfektionstücher ausgepackt, mit den Leuten unterwegs zu sein ist einfach zu witzig :D Nach unserem Stärkungskaffee hatte jeder wieder genug Energie, den Weg zum Eingang zurückzulegen. Nach der Besichtigung waren wir alle wieder so erschöpft, dass erstmal ein Bierchen hermusste. Am Abend haben wir dann noch einen Club voller kleiner Asiaten unsicher gemacht. AAAAh, wo wir gerade bei kleinen Asiaten sind. Was ich wirklich witzig fand war, dass als ich hierher kam ich einfach größer als die Hälfte der Menschen hier bin! So fühlt es sich also an, groß zu sein. :D

 

 

  purple forbidden City :) Hue

 

Am nächsten Tag besuchten wir früh morgens noch Minh Mangs Tomb, gefolgt von Khai Dinhs Tomb und Truc Lam Pagoda, bevor es auf die letzte und längste Nachtzugfahrt von 16 Stunden ging. Der Zug fuhr mittags schon um halb 3 los, sodass wir früh morgens um 5 in Ha Noi ankamen. Da man aber normalerweise mittags um drei nicht schon schlafen geht, machten wir im Zug noch ein bisschen Party. Eine Zugfahrt in Vietnam kann man nicht mit einer in Deutschland vergleichen :D Wir hatten mehrere Schlafabteile mit jeweils vier Betten... da saßen dann in Einem, so viele wie nur möglich waren, drinnen und die Zugbegleiter haben uns ganze Gefrierboxen voller Bier gebracht. Außerdem packte der eine von denen erstmal seinen Ghettoblaster aus, drehte ein bisschen die Musik auf und tanzte erstmal im Zug rum.

Wir verbrachten eine Nacht in der weltbekannten Halong Bucht. Leider hatten wir nicht so ein gutes Wetter erwischt. Trotzdem sah es faszinierend aus. Danach hieß es: Auf nach Ha Noi! Die Hauptstadt Vietnams war mir um einiges sympathischer als Ho Chi Minh City. Wir hatten unser Hotel im alten Viertel der Stadt. Diese ganzen verwinkelten Gassen und überall diese netten Cafés :) Wir sahen uns dort die Waterpuppetshow an. Ich wusste erst gar nicht, was ich mir darunter so recht vorstellen sollte. Die Bühne ist wie eine Art Wasserbecken und die Puppen "laufen" dann praktisch im Wasser und werden von Menschen gelenkt, die man aber nicht sehen kann. Wirklich toll gemacht. Links von der Bühne ist eine kleine Band die das Ganze mit Musik und Gesang untermalt. Während der Aufführung werden kleine Geschichten, welche mit der Geschichte der Stadt zusammenhängen, erzählt. Außerdem machten wir eine Mountainbiketour in die Outskirts der Hauptstadt. Es regnete etwas und wir fuhren durch Bananenplantagen. Naja, fahren konnte man das schon gar nicht mehr nennen, vielmehr rutschten. Auf dem Rückweg zum Hotel gerieten wir in die Rushhour was wirklich abenteuerlich war. Selbst bei dem Verkehr zu fahren war viel cooler als auf einem Cyclo oder Motorbike hintendrauf zu sitzen. Wir kamen so dreckig und durchnässt am Hotel an...Aber es hat so wahnsinnig Spaß gemacht!

Eines morgens stand ich um 6 Uhr morgens auf um Joggen zu gehen. Warum so früh? Weil da noch kein Verkehr in der Stadt ist. Als ich an einem großen Platz vorbeirannte waren da ganz viele große Gruppen von Menschen. Die Eine machte Klassikdance, die andere Aerobic...Zu denen stellte ich mich einfach dazu und machte ein bisschen mit. Das hat so Spaß gemacht und war so witzig! :D Außerdem sah ich mir noch das Mausoleum des ehemaligen Präsidenten Ho Chi Minh an. Das war vielleicht seltsam. Da lag der Tote einfach in so einem Glassarg in einem abgedunkelten Raum. Man lief vorbei und meinte, er steht jeden Moment auf weil er so lebendig wegen der guten Konservierung seines Körpers aussah. Ich würde das nicht wollen, dass was weis ich wie viele Leute an einem Sarg vorbeilaufen wo ich drin lieg. Aber ich denke da hatte wohl der gute Ho Chi Minh nicht so viel Mitspracherecht :D Ha Noi gefällt mir einfach zu gut :)

 

 

Outskirts von Ha Noi Ha Noi Puppet Theatre aussergewohnliches cafe in Ha Noi - hier sitzt man auf dem Boden und muss seine Schuhe ausziehn! :) Mausoleum von Ho Chi Minh

Ich melde mich wieder aus Singapur! :)

 Eure Elena

Sonntag, 16.02.2014

Das Königreich Kambodscha

 

Hallo Ihr!

Für Asien hatte ich eine G-Adventuretour gebucht. Wir waren eine Gruppe von 16 Leuten und wir hatten einen CEO Reiseführer, der uns begleitete. Nach meinem kurzen Aufenthalt in Bangkok ging es dann also nach Kambodscha. Leichter gesagt als getan. Nachdem man den ganzen Papierkram für das Visum ausgefüllt hatte musste man sich für zwei Stunden in einer Warteschlange anstellen, um diesen blöden Stempel für die Ausreise aus Thailand zu bekommen. Danach wartete noch eine weitere Warteschlange auf einen, in der man für den Einreisestempel anstand. Nachdem wir dann endlich nach stundenlangem Anstehen die Grenze zu Kambodscha überquert hatten warnte uns unser Reiseguide, dass wir nicht zu hohe Ansprüche haben sollen was die Unterkünfte angeht. Ich meine hohe Ansprüche darf man als Backpacker sowieso nicht haben, sonst ist man fehl am Platz. Wir kamen also in unserem HOTEL!!! an, welches weit über dem Standart der Backpackerhostels in Südafrika war. Ich war natürlich positiv überrascht. Ein Handtuch, oder gar ein eigenes Bad zu haben erscheint einem nach fünf Wochen Hostels als purer Luxus. Aber einen Flachbildschirm brauch ich als Backpacker nun wirklich nicht. Als wir am Abend noch so durch die Strassen gingen bekam ich erste Eindrücke von Kambodscha und seiner Kultur. Die Menschen sind unglaublich freundlich und glücklich, obwohl sie so arm sind. Für mich sind die Menschen dort der beste Beweis dafür, dass Geld und Besitztum alleine nicht glücklich macht. Was man in Kambodscha unbedingt gesehen haben sollte sind die Tempel, darunter Angkor Wat. Also fuhren wir früh morgens los um die Tempelanlage bei Sonnenaufgang zu bewundern. Unglaublich wie viele Menschen so früh aufstehen um das zu sehen :D Es sah aber auch wirklich schön aus und es hat sich auf jeden Fall gelohnt sich so früh aus den Federn zu kämpfen :) Neben Angkor Wat schauten wir uns noch den Ta Prohm (Der Tempel in dem Szenen von Tomb Raider gedreht wurden und auch Angelina Jolie schon war!) und Angkor Thom an.

 

 

Strassen in Kambodscha Haeuser in Kambodscha Moenche im Angkor Wat Tempel   Quad Tour! :) alter Moench Angkor Wat TempelTa Prohm Angkor Wat bei Sonnenaufgang Reis mit Haehnchen und Gemuese in Kokscremesosse, serviert in ei Kokosnuss :)ner Kinder in Kambodscha Seerosen vor dem Angkor Wat Tempel Menschenmasse die morgens um 7 den Sonnenaufgang bei Angkor Wat anschauen :)

 

Am nächsten Tag fuhren wir in die Hauptstadt Phnom Penh. Da Paul (ein guter Freund von mir) auch gerade auf Weltreise ist ergab sich die Möglichkeit, sich in Kambodscha zu treffen. Als wir uns dann am Abend sahen war das so absurd, dass man gerade in Kambodscha ist und jemanden von zu Hause sieht. Wir wollten uns ursprünglich den Royal Palace anschauen, dieser hatte jedoch dann kurzfristig geschlossen, da der König zu Besuch war. Deshalb konnten wir ihn nur von außen anschauen. Als wir auf einem Markt waren kam ein TukTukfahrer auf die Jungs zu und fragte sie, ob er uns in der Stadt rumfahren soll. Ich begegnete dem Ganzen etwas skeptisch aber ich dachte ich hab ja die Jungs bei mir. Also fuhr er uns zu den Killing Fields. Er wartete in einem Shop in der Nähe von woaus wir weiter Richtung Museum fahren wollten. Wir kamen also von der Besichtigung der Killing Fields und der TukTukfahrer sagte, dass wir uns doch auf ein Bier hinsetzen sollen, er lädt uns ein. Das kam uns alles etwas komisch vor, weil er ja eigentlich kein Geld hat wie er zuvor sagte. Laut Paul wollte er uns mit Bier abfüllen und uns zum Glücksspiel anstiften. :D Also es war schon sehr seltsam...Er fragte uns nach Geld für Benzin, dann kaufte er davon aber Bier was er uns dann "schenken" wollte :D Des Weiten hatte er "Connections" zu der Polizei, mit der er die ganze Zeit Kontakt hielt (wahrscheinlich seine Kumpanen, denen er die ganze Zeit die Lage mitteilte und dass ihr Plan nicht ganz aufgeht :D). Wir machten uns auf das Schlimmste gefasst und bereiteten uns darauf vor, dass er uns an irgend einen Ort bringt, wo Freunde von ihm auf uns warten und uns ausrauben :D. Unsere Annahmen, dass mit ihm etwas nicht stimmt und dass er uns übers Knie legen will, bestätigte sich, als wir aus dem Museum kamen und er plötzlich zu betrunken war, dass er uns nichtmehr zum Hotel, wie vereinbart, zurück fahren wollte. Wäre ich alleine gewesen, hätte ich mich natürlich nicht auf so etwas eingelassen. Es war wirklich ein kleines Abenteuer etwas über die Geschichte Kambodschas zu erfahren.

 

 

Julius ich Paul vor dem Royal Palace in Kambodscha Killing Fields-Massengrab von Frauen und Kindern die Opfer des Regimes der roten Khmer wurden Royal Palace in Phnom Penh Die Menschen erledigen hier wirklich alles mit ihren Motorbikes mobiler Kokosnussverkaufsstand

 

Unsere letzte Station in Kambodscha war Sihanoukville, eine kleine Stadt die an der Küste gelegen ist. Dort angekommen gingen wir mit der Gruppe an einen Strand, um uns etwas von der Busfahrt zu erholen. Am darauf folgenden Tag machten wir einen Boottrip mit der Gruppe wo Julius und Paul auch mit durften. Sie hatten am Tag zuvor bei ihrer Busfahrt einen Deutschen kennen gelernt der noch mit uns kam. Zuerst fuhren wir an einen Platz, wo man gut schnorcheln konnte. Dort habe ich das eigentlich das erste Mal so richtig gemacht und es hat mir wirklich gefallen. Ich freue mich schon darauf, wenn ich auf den Fiji Inseln bin und schönere Riffe sehen werde. Ich bekam ein paar Fische, Seeigel und Korallen zu Gesicht :) Weiter ging es auf eine einsame Insel. Dort verbrachten wir den ganzen Tag mit Sonnenbaden, hatten Mittags noch ein leckeres Barbecue und gegen Abend ging es wieder zurück in Richtung Land :) 

 

 

Strand in Sihanoukville Strand in Sihanoukville  Strand in Sihanoukville :)    Sonnenuntergang :) Sonnenuntergang  Bootsfahrt zur einsamen Insel :) traumhaft... :) Huette auf der einsamen Insel

Ich hatte wirklich nicht gedacht dass Kambodscha ein so schönes und vielfältiges Land ist ...

Donnerstag, 13.02.2014

"Ich glaube soetwas nennt man einen Kulturschock"

 

Das Abenteuer Südostasien kann beginnen!

In Bangkok angekommen wurde ich erstmal von tausend neuen Eindrücken überflutet. Andere Menschen, andere Kultur, anderes Essen, andere Gerüche, andere Bräuche...Es fing schon im Flugzeug damit an, dass mir die Flugbegleiterin mit einer Zange so ein weißes Ding vor die Nase hielt. Ich wusste erstmal gar nicht, was ich damit anfangen soll, bis sich herausgestellt hat, dass es ein Erfrischungstuch ist. Die bekommt man immer und überall in Thailand und Kambodscha :D Die Strassen von Bangkok sind total kitschig und bunt. Wie ich in den nächsten 3 Wochen feststellen musste ist das in ganz Asien so. Es ist eben eine ganz andere Kultur, aber sie ist mir sympathisch und ich bin total fasziniert davon, wahrscheinlich gerade weil es so anders ist :) Da zurzeit die Unruhen in Bangkok sind sieht man nicht ganz so viele Touristen wie sonst wohl unterwegs sein müssen...Der große Park in der Stadt war von Demonstranten belagert, die seit Wochen in Zelten schlafen. Als ich gerade auf der Strasse unterwegs war muss wohl eine Kundgebung gewesen sein, die live übertragen wurde von sonst wo in der Stadt. Die Menschen saßen auf der Strasse vor einer riesen Leinwand und es war ein bisschen Tumult. Auch die Strassen waren blockiert und man musste mit dem Taxi einen Umweg machen. Ab und zu an den Straßen Polizisten und Straßen die von Barrikaden blockiert waren, aber ansonsten war nichts zu sehen. Bangkok bei Nacht gefällt mir besonders gut. Vor allem wenn man auf einem der Wolkenkratzer in einer Freiluft Bar mit guter Musik und einem Cocktail sitzt und sich eine tolle Skyline vor einem erstreckt. Was natürlich auch noch sehenswert war war die Khao San Road. Dort tummeln sich alle Touristen und Backpacker und man bekommt dort alles zu Gesicht, was man sich von Asien vorstellt: gefälschte Führerscheine und ID Cards zu Spottpreisen, Kleidung FlipFlops Aladinhosen, alle möglichen Armbänder Ketten, gefälschte Uhren und sonstige Dinge, die man fälschen kann, Früchte, Bananapancakes mit Ei und Kokosmilch (das vermisse ich jetzt schon), Tattoostudios noch und nöcher, fantastische Massagen die man für 3$ bekommt und natürlich nicht zu vergessen die frittierten Insekten :) Bangkok ist eine wirklich tolle Stadt und ich wünschte ich hätte mehr Zeit gehabt um sie zu erkunden.

 

 

 

Skyline of Bangkok Streetfood frittierte Insekten auf der Khao San Road umgebauter VW-Bus (Cocktailbar) more Streetfood gefaelschte ID-cards und Fuehrerscheine zu verkaufen! Bananen pancakes mit koksmilch. ich vermisse es jetzt schon... Tempel Doener in Thailand.

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